Kunst, Therapie und Geomantie
05.06.2018 : Villa Zanders

Die Villa Zanders wurde 1873/74 von Maria Zanders gebaut. Ihre Familie war Inhaber der gleichnamigen Papierfabrik, die gegenüber an der Schnabelsmühle lag. In 1932 ging die Villa in den Besitz des Kreises und spaeter der Stadt Bergisch Gladbach über. Ab 1986 dient das Gebaeude als Museum der Kunst.


Die Familie Zanders ist ein Fallbeispiel einer Buergerstiftung : 1914 liess sie in Bergisch Gladbach ein Badehaus mit 10 Wannenbaedern und einem 150 Quadratmeter grossen Schwimmbecken errichten. Ab 1991 dient das Schwimmbad jaehrlich 57.000 Schuelern für Schul-/Vereinsschwimmen. 1977 errichtete sie eine Stiftung fuer eine papiergeschichtliche Sammlung, die heute 300 Werke internationaler Kuenstler enthaelt. 1988 schenkte sie dem Landschaftsverband Rheinland das Papier-Muehlen-Ensemble Schnabelsmuehle/Gohrsmuehle/Alte Dombach fuer ein Industriemuseum und 1990 zusaetzlich der Stadt ein weiteres Wohnhaus der Familie als "Kulturhaus".


 



10.05.2018 : Simon Stockhausen

Die Finissage der Ausstellung seiner Mutter "Zeichen, Worte, Universen" in der Villa Zanders begleitete ihr Sohn Simon Stockhausen mit einer elektronische Klangcollage, die er zu Arbeiten seiner Mutter als Wort-Klang-Komposition zum Thema "Zeichen, Worte, Universen" als auch zum "Farbrausch" entwickelt hat.


Der 1967 in Bensberg geborene Simon Stockhausen spielt Klavier, Saxophon, Schlagzeug und Synthesizer. In den letzten beiden Jahren erfolgte eine Wiederannäherung des zeitweise "bekennenden Vollwaisen"an seine Mutter durch viele Gespräche über ihr Werk und Denken während gemeinsamer Griechenland-Urlaube. Jene Dialoge wurden musikalisch in einer einmaligen Art und Weise aufgearbeitet. Mehr : (LINK)


 



10.04.2018 : Autismus/Down Syndrom

In 2012 besuchte Dr. Sonja Petrikova von der weltbekannten Tretyakov Galerie in Moskau die Studentenausstellung "Erde und Kosmos" im Wasserschloss Burgau in Düren. Patin jener Veranstaltung war Mary Bauermeister.


Im März 2018 erfolgte ein Gegenbesuch der KTG-Mitglieder M.-C. Hallier und Gabriela Herzog, um mit dem Team der Tretyakov künstlerisch zum Thema Autismus/Down Syndrom zusammen zu arbeiten und über die deutsche Ausbildung von Kunsttherapeuten in einem Workshop zu diskutieren. Gefördert wurde diese erste deutsch/russische Pilot-Veranstaltung ueber Malen im Bereich Autismus/Downsyndrom von Dr. Lisa Welitschko vom Goethe Institut Moskau. (YouTube video)


 



11.03.2018 : Förderung

Im Lebenswerk von Mary Bauermeister spielt das Stichwort "Förderung von jungen Kollegen" eine erhebliche Rolle: kein Verkauf ohne hiervon etwas an Finanzmitteln an junge Künstler abzugeben - Förderung von Nachwuchs durch die Teilnahme am Offenen Atelier, um sich so "auf einer Bühne" öffentlich zu präsentieren - Sponsoring von Vortragenden auf der Hedwigshöhe.


Ein Beispiel aus 2012 : 16 Alanus-Studenten aus 6 Ländern waren vom Kunstverein Düren eingeladen, in dem Wasserschloß Burgau eine Studentenausstellung zu organisieren. Mary stellte sich als Patin für die Ausstellung "Erde und Kosmos" zur Verfügung, beriet bei der Planung und überwachte später die Hängung und trug durch eigene Exponate und die Teilnahme an der Vernissage auch zur öffentlichen Wahrnehmung der Ausstellung erheblich bei ( mehr : YouTube Vernissage).
 

23.02.2018 : USA-Dekade

In der Diskussion im Kunstmuseum Zanders wurde auch die USA-Dekade von Mary diskutiert : Folgende vier Faktoren sind die besonderen Lerninhalte aus dieser Episode : 1. Mary wurde angezogen von dem stimulierenden Flair der Künstlerszene in New York. Kunst braucht Biotope und so steht diese Dekade für die eigenständige Entwicklung zur Künstlerin ! 2. Auch, wenn Mary in ihrem Ursprung eine "Anarchistin" ist, hat sie in den USA die Vorteile des Kapitalismus/des Kommerz erkannt und genutzt - so wie es auch der Mexikaner Diego Riviera getan hat.


3. Im Vergleich zu Deutschland eröffnet das Stiftungsrecht in den USA Individuen als auch Museen, Kunstankäufe voll zur Steuerminderung zu nutzen. Daher war diese Dekade der finanzielle Grundstock für die weitere Lebensphase später in Deutschland. Auch heute noch ist die Distributionsrate der Werke Mary's und ihr Bekanntheitsgrad als Künstlerin in den USA vielleicht noch größer als in Deutschland. 4.Da sich im 21.ten Jahrhundert Museen häufig an den USA orientieren - steigt durch die USA-Dekade auch die internationale Nachfrage bis nach Shanghai.


 



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