Kunst, Therapie und Geomantie
06.01.2021 : Inspiration Rübezahl

"Als Kind war Rübezahl mein Freund und Tröster" erinnert sich Mary Bauermeister im Gespräch mit Prof.Dr.B.Hallier über ihre Installation mit 130 Baumstämmen im Kölner Skulpturenpark in 2020. "Häufig verbirgt sich in Märchen und Mythen Kritik am herrschenden System : Rübezahl war auf der Seite der Armen und sorgte für Gerechtigkeit! - Als 10jährige war ich kriegsbedingt im Zuge der Kinder-Landverschickung nach Tirol ausgesiedelt worden ; bei Bergtouren habe ich Holzfäller gesehen, die aus Baumstümpfen Sitze oder Skulpturen gefertigt haben. Diese Erinnerungen an die Natur und in Stämme hineingesägte Sitze habe ich später in meinem Garten durch Baumstamm-Sitzgruppen oder beim Ziegenaltar durch eine Kombination aus Ziegenhörnern und Geweihen verarbeitet."

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"Darüberhinaus arbeite ich seit Jahren mit dem Ypsilon als Symbol. Jeder Zweig, jedes Tierhorn oder Geweih fängt in meinem Verständnis vom Kosmos als kosmische Antenne Energie ein. Daher bei der Rübezahl - Installation in Köln auch eine geomantische Vermessung in Y-Ausrichtung !- Bei dem Transport der Bäume, dem Schneiden der Stämme und bei der Installation haben mir Wolfgang Tiller und sein Studenten-Team der Alanus Hochschule geholfen."
 



15.12.2020 : Im Märchenreich

Das von Thomas Köster im Hirmer Verlag herausgegebene und mit einem Vorwort von Petra Oelschlägel versehene Buch "Im Märchenreich.Haus und Garten" ist nicht nur ein Parcour durch das circa 6000 Quadratmeter große Grundstück und das von Erich Schneider-Wessling gebaute Haus mit Flachdächern und Wassergärten, sondern spiegelt durch die Dramaturgie mit historischen Bildern und Bezügen auf über 220 Seiten das gesamte Lebenswerk der Künstlerin Mary Bauermeister wider.

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"Über Jahrzehnte ist ... in Forsbach ein Ensemble erschaffen worden, das das Denken und Wirken dieser Künstlerin, ihr Verantwortungsbewusstsein für Mensch und Natur in einzigartiger Weise reflektiert" (Oelschlägel) . - Das Buch endet mit einem typischen Mary-Zitat in Anbedacht ihres Alters und Gesundheitszustandes : "Bald werde ich die Ebenen wechseln". Zweisprachig in deutsch/englisch ist es ein wunderbares Vermächtnis für die internationale FLUXUS - Community.
 



15.11.2020 : Blickwechsel Corona

Ausgehend von der Arbeit "Erde und Kosmos" als Großformat an der Alanus Hochschule und der langjährigen Auseinandersetzung mit einem ganzheitlichen Weltbild das aus Mikro-Kosmen von Menschen, Tieren und Pflanzen besteht , arbeitet Marie-Christin Hallier seit 2020 an der Werkreihe Omnis Mundi Creatura. Dieser Zyklus thematisiert durch seine Aquarelle Eindrücke der Natur, die wahrscheinlich durch die Klimaerwärmung, den Rückgang der Biodiversität und Eingriffe des Menschen bald nicht mehr oft in der realen Welt zu sehen sind. Wie sehr Mensch und Natur voneinander abhängen, zeigt die gegenwärtige Corona-Pandemie : die Fledermäuse gelten als Verursacher ! Auslöser waren jedoch nicht die Tiere, sondern die Menschen, die in den Mikro-Kosmos der Tiere eingedrungen sind ! Mensch und Natur müssen sich in ihren Lebensräumen gegenseitig respektieren; die Mikro-Kosmen bilden zusammen einen Makro-Kosmos, denn es gibt nur einen Planeten, den sich Menschen, Pflanzen und Tiere teilen müssen.

Insofern sind gerade Fledermäuse in der künstlerischen Kleinformat-Version als Gegenstück zur großflächigen Makro-Betrachtung ein Symbol zum "Wake-up" für gegenseitige Schutzräume : nur so ist Leben zwischen den Mikro-Kosmen möglich. Das Triptychon verdeutlicht auch durch die hängende/ruhende Fledermaus und die beiden flankierenden Tiere unterschiedliche Blickwinkel und Zustände. Analog gibt es bei Corona relativ ruhige Epidemiephasen und dann den Virusanflug aus unterschiedlichen Richtungen. Untereinander halten Fledermäuse während des Fluges einen Sicherheitsabstand - das sollten wir Menschen auch untereinander und in der Beziehung zu Tieren tun !
 



20.10.2020 : Omnis Mundi Creatura

In Mary Bauermeisters philosophischem Ansatz und in ihrem Garten auf der Hedwigshöhe sind Pflanzen, Blumen und Tiere Lebenspartner, deren Eigenart man zu respektieren hat. Sie bringen neue Seh-Erfahrungen. Die Herausforderungen des aktuellen Klimawandels jedoch trifft die Natur sowohl in Deutschland als auch auf der ganzen Welt in einer ungeheuren Geschwindigkeit und führt zum Verlust der Artenvielfalt. Die KTG-Mitbegründerin Marie-Christin Hallier widmet sich daher in ihrem neuen Werkzyklus "Omnis Mundi Creatura" der Schönheit/Exotik der Tiere.

"Ich hatte das Glück, in Namibia, Südafrika, Botswana und Kenia Lebensräume von Tieren in einer anderen Dimension als bei uns in Deutschland kennen zu lernen: dies hat mich auch künstlerisch enorm beeindruckt" erklärte sie bei der Präsentation des Emu II anläßlich der 40. Ausstellung Rösrather Künstler.
 



07.09.2020 : Gedanken hinter einem Portrait

Anläßlich ihres 80sten Geburtstages wurden von Prof.Dr.Hallier gesammelte Mary Bauermeister Zitate vom Kölner Konzept- und Wortkünstler SAXA zu einem Portrait verarbeitet. Mit Tusche von Hand auf eine ein Quadratmeter große Leinwand geschrieben, entstand ausschließlich durch die Verwendung verschiedener Faserstärken das Portrait der Mitbegründerin der Fluxus-Bewegung. Zitate im Anhang : Link and Zitate im Anhang : Link 2

Die PraeFluxus-Phase startete um 1957 in der Düsseldorfer Galerie 22 und dann in einer Zellteilung mit dem Schwerpunkt Musik in 1960 in Marys erstem Atelier in der Lintgasse in Köln.
 



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