Kunst, Therapie und Geomantie
23.01.2018 : Erinnerungen

Anläßlich ihrer Ausstellung in Bergisch Gladbach wurde Mary Bauermeister in einer Abendveranstaltung von der Leiterin des Kunstmuseums Villa Zanders, Dr.Petra Oelschlägel und Prof.Wulf Herzogenrath, Direktor der Sektion Bildende Kunst der Akademie der Künste Berlin, zu ihren Erinnerungen an die Entstehung der Fluxus-Bewegung und die Kölner Szene der 60/70iger Jahre befragt.

Mary's Hauptaussage lautete : Alles in den 60igern muß unter dem Eindruck des Endes des Zweiten Weltkrieges und des Verlustes von Autorität der älteren Generation verstanden werden. Köln wurde - gefördert vom WDR - eine Begegnungsstätte "neuer Musik". Das was dem WDR trotz der künstlichen Evolution im staatlichen Medium noch zu revolutionär war, traf sich in Mary's Atelier in der Lintgasse. Dies zog dann auch Literaten wie Adorno oder bildende Künstler an. Als Prä-Fluxus gilt das "Knollenstück" von Karlheinz Stockhausen, in welchem er 16 Aktivisten der Lintgasse in eine Gesamtkomposition einbaute. Grundsätzlich ging es bei den "Get-Togethern" oder "Happenings" um gesellschaftliche Auseinandersetzungen - nicht um die Schaffung verkaufbarer Kunst - für die es einer "Bühne" bedurfte. Mary erfüllte diese soziale Funktion mit ihrem Atelier - und nahm später nach ihrem Jahrzehnt in den USA - diese Rolle erneut in ihrem Haus in Rösrath an.
 



10.12.2017 : Villa Zanders

Nach 1981 würdigt in 2017/18 das Kunstmuseum Villa Zanders in Bergisch-Gladbach das Werk Mary Bauermeisters. Es werden insbesondere Exponate ausgestellt, die Mary's Auseinandersetzung mit den Kernfragen des Seins und ihre künstlerische Umsetzung in einem ganzheitlich geprägten Universum beinhalten.

In einer begleitenden Veranstaltung diskutieren Prof.Wulf Herzogenrath und Dr.Petra Oelschlägel über die Bedeutung Marys in der Fluxus-Bewegung und als Katalysator der Kunststadt Köln. Zur Finissage konzertiert ihr Sohn Simon Stockhausen.
 



20.11.2017 : In Memoriam

Im letzten Jahr berichtete der ehemalige Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie Dr.Wilfried Huck über seine Arbeit - zugleich in der Doppelfunktion als Künstler. Last but not least integrierte er in jenem Offenen Atelier auf der Hedwigshöhe auch seine eigene unheilbare Erkrankung , an der er jetzt im November 2017 verstarb.

Der Soester Anzeiger reflektiert in einem Nachruf Hucks Lebenswerk - seine künstlerische Entwicklung von kleinen Formaten zu großen Formen bis zu Land-Art-Objekten und sein Engagement im Soester Kulturleben - so setzte er sich insbesondere für den Kreiskunstverein Soest und das Künstlerhaus Adam ein. Wichtig war Huck aber auch die Begegnung zwischen deutschen und jüdischen Künstlern.
 



20.10.2017 : Fokus Afrika

Kunst als Mittel, um soziale Brennpunkte öffentlich zu fokussieren, ist Thema von Marie-Christin Hallier, Mitbegründerin der KTG. In 2017 wurde zusammen mit Kollegen des Internationalen Vereins für Künstler (IKV) zusammen mit afrika-nischen Malern das Thema "Lebensmittelverschwendung" in einer gemeinsamen Ausstellung im National Museum of Kenya in Nairobi aufgegriffen:(YouTube Vernissage).

Aufbauend auf Erfahrungen in Südafrika als Alanus-Studentin (YouTube South Afrika ) führte sie zusammen mit ihrer IKV-Kollegin Barbara Hanebuth für Kinder aus dem Slum-Projekt "Shangilia" ebenfalls einen Mal- und Kreativ Workshop durch :(YouTube Shangilia).
 



16.09.2017 : Markus Stockhausen

Markus Stockhausen, 1957 in Köln geboren, konzertierte 25 Jahre lang mit seinem Vater, dem Komponisten Karlheinz Stockhausen. Später ging er als Trompeter und als Komponist seinen eigenen Weg; er ist Träger des WDR Jazzpreises und Ausgezeichneter der "Silbernen Stimmgabel" des Landesmusikrates NRW.

Anläßlich der Auszeichnung mit der Stimmgabel erfolgte in der Johanneskirche in Düsseldorf die Vorstellung west-östlicher Improvisationen unter dem Titel "Eternal Voyage", die live vom WDR 3 übertragen wurden. Zusammen mit Stockhausen konzertierten seine internationalen Freunde Tara Bouman, Hindol Deb, Bodek Janke, Rabih Lahoud, Alireza Mortazavi und Jarry Singla. Der Gesang wurde durch folgende Instrumente unterstützt: Bassklarinette, Flügelhorn, Keyboard, Klarinette, Klavier, Perkussion, Santur, Sitar, Tabla und Trompete.
 



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