Kunst, Therapie und Geomantie
11.03.2018 : Förderung

Im Lebenswerk von Mary Bauermeister spielt das Stichwort "Förderung von jungen Kollegen" eine erhebliche Rolle: kein Verkauf ohne hiervon etwas an Finanzmitteln an junge Künstler abzugeben - Förderung von Nachwuchs durch die Teilnahme am Offenen Atelier, um sich so "auf einer Bühne" öffentlich zu präsentieren - Sponsoring von Vortragenden auf der Hedwigshöhe.


Ein Beispiel aus 2012 : 16 Alanus-Studenten aus 6 Ländern waren vom Kunstverein Düren eingeladen, in dem Wasserschloß Burgau eine Studentenausstellung zu organisieren. Mary stellte sich als Patin für die Ausstellung "Erde und Kosmos" zur Verfügung, beriet bei der Planung und überwachte später die Hängung und trug durch eigene Exponate und die Teilnahme an der Vernissage auch zur öffentlichen Wahrnehmung der Ausstellung erheblich bei ( mehr : YouTube Vernissage).
 

23.02.2018 : USA-Dekade

In der Diskussion im Kunstmuseum Zanders wurde auch die USA-Dekade von Mary diskutiert : Folgende vier Faktoren sind die besonderen Lerninhalte aus dieser Episode : 1. Mary wurde angezogen von dem stimulierenden Flair der Künstlerszene in New York. Kunst braucht Biotope und so steht diese Dekade für die eigenständige Entwicklung zur Künstlerin ! 2. Auch, wenn Mary in ihrem Ursprung eine "Anarchistin" ist, hat sie in den USA die Vorteile des Kapitalismus/des Kommerz erkannt und genutzt - so wie es auch der Mexikaner Diego Riviera getan hat.


3. Im Vergleich zu Deutschland eröffnet das Stiftungsrecht in den USA Individuen als auch Museen, Kunstankäufe voll zur Steuerminderung zu nutzen. Daher war diese Dekade der finanzielle Grundstock für die weitere Lebensphase später in Deutschland. Auch heute noch ist die Distributionsrate der Werke Mary's und ihr Bekanntheitsgrad als Künstlerin in den USA vielleicht noch größer als in Deutschland. 4.Da sich im 21.ten Jahrhundert Museen häufig an den USA orientieren - steigt durch die USA-Dekade auch die internationale Nachfrage bis nach Shanghai.


 



23.01.2018 : Erinnerungen

Anläßlich ihrer Ausstellung in Bergisch Gladbach wurde Mary Bauermeister in einer Abendveranstaltung von der Leiterin des Kunstmuseums Villa Zanders, Dr.Petra Oelschlägel und Prof.Wulf Herzogenrath, Direktor der Sektion Bildende Kunst der Akademie der Künste Berlin, zu ihren Erinnerungen an die Entstehung der Fluxus-Bewegung und die Kölner Szene der 60/70iger Jahre befragt.

Mary's Hauptaussage lautete : Alles in den 60igern muß unter dem Eindruck des Endes des Zweiten Weltkrieges und des Verlustes von Autorität der älteren Generation verstanden werden. Köln wurde - gefördert vom WDR - eine Begegnungsstätte "neuer Musik". Das was dem WDR trotz der künstlichen Evolution im staatlichen Medium noch zu revolutionär war, traf sich in Mary's Atelier in der Lintgasse. Dies zog dann auch Literaten wie Adorno oder bildende Künstler an. Als Prä-Fluxus gilt das "Knollenstück" von Karlheinz Stockhausen, in welchem er 16 Aktivisten der Lintgasse in eine Gesamtkomposition einbaute. Grundsätzlich ging es bei den "Get-Togethern" oder "Happenings" um gesellschaftliche Auseinandersetzungen - nicht um die Schaffung verkaufbarer Kunst - für die es einer "Bühne" bedurfte. Mary erfüllte diese soziale Funktion mit ihrem Atelier - und nahm später nach ihrem Jahrzehnt in den USA - diese Rolle erneut in ihrem Haus in Rösrath an.
 



10.12.2017 : Villa Zanders

Nach 1981 würdigt in 2017/18 das Kunstmuseum Villa Zanders in Bergisch-Gladbach das Werk Mary Bauermeisters. Es werden insbesondere Exponate ausgestellt, die Mary's Auseinandersetzung mit den Kernfragen des Seins und ihre künstlerische Umsetzung in einem ganzheitlich geprägten Universum beinhalten.

In einer begleitenden Veranstaltung diskutieren Prof.Wulf Herzogenrath und Dr.Petra Oelschlägel über die Bedeutung Marys in der Fluxus-Bewegung und als Katalysator der Kunststadt Köln. Zur Finissage konzertiert ihr Sohn Simon Stockhausen.
 



20.11.2017 : In Memoriam

Im letzten Jahr berichtete der ehemalige Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie Dr.Wilfried Huck über seine Arbeit - zugleich in der Doppelfunktion als Künstler. Last but not least integrierte er in jenem Offenen Atelier auf der Hedwigshöhe auch seine eigene unheilbare Erkrankung , an der er jetzt im November 2017 verstarb.

Der Soester Anzeiger reflektiert in einem Nachruf Hucks Lebenswerk - seine künstlerische Entwicklung von kleinen Formaten zu großen Formen bis zu Land-Art-Objekten und sein Engagement im Soester Kulturleben - so setzte er sich insbesondere für den Kreiskunstverein Soest und das Künstlerhaus Adam ein. Wichtig war Huck aber auch die Begegnung zwischen deutschen und jüdischen Künstlern.
 



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