Kunst, Therapie und Geomantie
10.05.2018 : Simon Stockhausen

Die Finissage der Ausstellung seiner Mutter "Zeichen, Worte, Universen" in der Villa Zanders begleitete ihr Sohn Simon Stockhausen mit einer elektronische Klangcollage, die er zu Arbeiten seiner Mutter als Wort-Klang-Komposition zum Thema "Zeichen, Worte, Universen" als auch zum "Farbrausch" entwickelt hat.


Der 1967 in Bensberg geborene Simon Stockhausen spielt Klavier, Saxophon, Schlagzeug und Synthesizer. In den letzten beiden Jahren erfolgte eine Wiederannäherung des zeitweise "bekennenden Vollwaisen"an seine Mutter durch viele Gespräche über ihr Werk und Denken während gemeinsamer Griechenland-Urlaube. Jene Dialoge wurden musikalisch in einer einmaligen Art und Weise aufgearbeitet. Mehr : (LINK)


 



10.04.2018 : Autismus/Down Syndrom

In 2012 besuchte Dr. Sonja Petrikova von der weltbekannten Tretyakov Galerie in Moskau die Studentenausstellung "Erde und Kosmos" im Wasserschloss Burgau in Düren. Patin jener Veranstaltung war Mary Bauermeister.


Im März 2018 erfolgte ein Gegenbesuch der KTG-Mitglieder M.-C. Hallier und Gabriela Herzog, um mit dem Team der Tretyakov künstlerisch zum Thema Autismus/Down Syndrom zusammen zu arbeiten und über die deutsche Ausbildung von Kunsttherapeuten in einem Workshop zu diskutieren. Gefördert wurde diese erste deutsch/russische Pilot-Veranstaltung ueber Malen im Bereich Autismus/Downsyndrom von Dr. Lisa Welitschko vom Goethe Institut Moskau. (YouTube video)


 



11.03.2018 : Förderung

Im Lebenswerk von Mary Bauermeister spielt das Stichwort "Förderung von jungen Kollegen" eine erhebliche Rolle: kein Verkauf ohne hiervon etwas an Finanzmitteln an junge Künstler abzugeben - Förderung von Nachwuchs durch die Teilnahme am Offenen Atelier, um sich so "auf einer Bühne" öffentlich zu präsentieren - Sponsoring von Vortragenden auf der Hedwigshöhe.


Ein Beispiel aus 2012 : 16 Alanus-Studenten aus 6 Ländern waren vom Kunstverein Düren eingeladen, in dem Wasserschloß Burgau eine Studentenausstellung zu organisieren. Mary stellte sich als Patin für die Ausstellung "Erde und Kosmos" zur Verfügung, beriet bei der Planung und überwachte später die Hängung und trug durch eigene Exponate und die Teilnahme an der Vernissage auch zur öffentlichen Wahrnehmung der Ausstellung erheblich bei ( mehr : YouTube Vernissage).
 

23.02.2018 : USA-Dekade

In der Diskussion im Kunstmuseum Zanders wurde auch die USA-Dekade von Mary diskutiert : Folgende vier Faktoren sind die besonderen Lerninhalte aus dieser Episode : 1. Mary wurde angezogen von dem stimulierenden Flair der Künstlerszene in New York. Kunst braucht Biotope und so steht diese Dekade für die eigenständige Entwicklung zur Künstlerin ! 2. Auch, wenn Mary in ihrem Ursprung eine "Anarchistin" ist, hat sie in den USA die Vorteile des Kapitalismus/des Kommerz erkannt und genutzt - so wie es auch der Mexikaner Diego Riviera getan hat.


3. Im Vergleich zu Deutschland eröffnet das Stiftungsrecht in den USA Individuen als auch Museen, Kunstankäufe voll zur Steuerminderung zu nutzen. Daher war diese Dekade der finanzielle Grundstock für die weitere Lebensphase später in Deutschland. Auch heute noch ist die Distributionsrate der Werke Mary's und ihr Bekanntheitsgrad als Künstlerin in den USA vielleicht noch größer als in Deutschland. 4.Da sich im 21.ten Jahrhundert Museen häufig an den USA orientieren - steigt durch die USA-Dekade auch die internationale Nachfrage bis nach Shanghai.


 



23.01.2018 : Erinnerungen

Anläßlich ihrer Ausstellung in Bergisch Gladbach wurde Mary Bauermeister in einer Abendveranstaltung von der Leiterin des Kunstmuseums Villa Zanders, Dr.Petra Oelschlägel und Prof.Wulf Herzogenrath, Direktor der Sektion Bildende Kunst der Akademie der Künste Berlin, zu ihren Erinnerungen an die Entstehung der Fluxus-Bewegung und die Kölner Szene der 60/70iger Jahre befragt.

Mary's Hauptaussage lautete : Alles in den 60igern muß unter dem Eindruck des Endes des Zweiten Weltkrieges und des Verlustes von Autorität der älteren Generation verstanden werden. Köln wurde - gefördert vom WDR - eine Begegnungsstätte "neuer Musik". Das was dem WDR trotz der künstlichen Evolution im staatlichen Medium noch zu revolutionär war, traf sich in Mary's Atelier in der Lintgasse. Dies zog dann auch Literaten wie Adorno oder bildende Künstler an. Als Prä-Fluxus gilt das "Knollenstück" von Karlheinz Stockhausen, in welchem er 16 Aktivisten der Lintgasse in eine Gesamtkomposition einbaute. Grundsätzlich ging es bei den "Get-Togethern" oder "Happenings" um gesellschaftliche Auseinandersetzungen - nicht um die Schaffung verkaufbarer Kunst - für die es einer "Bühne" bedurfte. Mary erfüllte diese soziale Funktion mit ihrem Atelier - und nahm später nach ihrem Jahrzehnt in den USA - diese Rolle erneut in ihrem Haus in Rösrath an.
 



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